Quartiers-Werkstatt wird zum neuen Bewohnertreffpunkt
Kooperationsprojekt der THS Wohnen mit der AWO und der Stadt Gelsenkirchen geht in Gelsenkirchen-Bismarck an den StartGelsenkirchen,
9. Dezember 2008. Mit der Eröffnung der Quartiers-Werkstatt in der Kolberger Straße erweitern THS Wohnen, AWO und die Stadt Gelsenkirchen gemeinsam das Freizeit- und Beratungsangebot für Bewohner im östlichen Teil von Gelsenkirchen-Bismarck. Das offiziell „Wohn-Lern-Werkstatt“ benannte Modellprojekt wird mit Mitteln des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ finanziert.
Damit greifen die Kooperationspartner die Ergebnisse eines Gesprächsforums auf, das unter weiterer Beteiligung des Gelsensport e. V. und der evangelischen Gemeinde Bismarck im Sommer 2007 mit Mietern der THS Wohnen GmbH durchgeführt wurde. Das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen und Generationen sowie die Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche im Quartier waren Themen, die an die-sem Tag im Mittelpunkt des Interesses standen. Dabei wurde der Hand-lungsbedarf insbesondere im Bereich der interkulturellen Kommunikation deutlich.
Folgerichtig ist die interkulturelle Mediation, die ab Frühjahr 2009 inner-halb der Siedlung angeboten wird, ein wichtiger Baustein des Projekts. Als erfahrener interkultureller Mediator wird Hikmet Kubaç, Mitarbeiter des Internationalen Migrantenzentrums der AWO, die Bewohner aller Nationalitäten zu Gesprächskreisen einladen oder als Vermittler bei aktuellen Konflikten aktiv werden. Denn eine harmonische Nachbarschaft erfordert gemeinschaftliches Handeln, Toleranz, Rücksichtnahme und Kommunikationsbereitschaft.
Parallel dazu wird das bislang probeweise durchgeführte Angebot der Mobilen Jugendarbeit des Katholischen Jugendamtes und des Bauvereins Falkenjugend e.V. nun als fester Bestandteil in das Modellprojekt integriert. Weitere Projektpartner sind u. a. die Ev. Kirchengemeinde Gelsenkirchen Bismarck, der Gelsensport e. V. und die Polizei Gelsenkirchen, die vor Ort künftig Sprechstunden anbieten wird.
Gudrun Wischnewski, Geschäftsführerin der AWO in Gelsenkir-chen/Bottrop, ist bezüglich des Erfolgs der geplanten Aktivitäten zuversichtlich. „Die Bewohner haben eine hohe Bereitschaft, sich aktiv an der Ausgestaltung der nachbarschaftlichen Gemeinschaft zu beteiligen.“ – „Vergleichbare Modellprojekte haben sich in anderen Quartieren sehr positiv auf das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Generationen ausgewirkt“, ergänzt Irmgard Michalick, neue Leiterin des Kundencenters Gelsenkirchen der THS Wohnen. „Wir freuen uns daher, für unsere Arbeit hier in Gelsenkirchen-Bismarck-Ost auf Bundesmittel zurückgreifen zu können“.
Ansprechpartnerin und Koordinatorin in der neuen Quartiers-Werkstatt ist Nadine Kolodziejczyk, E-Mail quartiers-werkstatt@gmx.de.




